nachhaltig finanzieren

In Deutschland sollen nach einer Analyse der Bertelsmannstiftung 600 kleine Kliniken geschlossen werden, weil sie als Vollversorger nicht wirtschaftlich arbeiten können. Der Krankenhausstrukturreport schätzt ein, dass einige dieser Kliniken wirtschaftlich arbeiten können, wenn sie sich spezialisieren. 

Gleichzeitig hat die Corona-Krise gezeigt, dass es angesichts solcher Krisen wichtig ist, eine funktionierende wohnortnahe Krankenversorgung vorzuhalten. Kliniken sind als Teil der Daseinsvorsorge zu sehen.

 

Gelingt es, eine menschliche Medizin mit einem shareholder Value zu vereinbaren? Oder gibt es andere Möglichkeiten der Finanzierung?

 

Ziel dieses Konzeptes ist eine Integrative Medizin auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene für alle Patienten, die das wünschen, zu ermöglichen. Aktuell steht diese Art der Medizin nur informierten und zahlungskräftigen Patienten zur Verfügung. 

Der klassische Teil der Behandlung wird in der Klinik über die DRGs abgedeckt. Ein weiterer Teil der beschriebenen Behandlungen wird im klinischen Umfeld über Multimodale Komplexbehandlungen abgedeckt. 

 

Dazu kommen Zuschüsse der Länder oder Kommunen zur Daseinsvorsorge lokaler Kliniken. 

Doch die kleinen Kliniken sind oft deshalb in einer so prekären Lage, weil diese Einnahmen die Ausgaben nicht vollständig decken. Sehr oft gibt es einen über Jahre entstandenen Investitionsstau. Durch veränderte Teamstrukturen (siehe „gesund arbeiten“) entsteht Effizienz und werden somit Kosten gespart, ohne dass diese die Substanz der Mitarbeiter belasten. 

 

Dennoch bleiben möglicherweise Lücken, damit diese Einrichtungen nachhaltig arbeiten können. 

Denkbare Konzepte für eine Finanzierung lokaler Einrichtungen sind 

  •  Lokales Crowdfunding für Investitionen/Baumaßnahmen der lokalen Klinik
  • Starke Verankerung der Region mit der lokalen Klinik: Gründung einer gemeinnützigen Genossenschaft: die Bürger kaufen Anteile „ihrer“ Klinik
  •  Stiftungen für den Ausgleich von Behandlungen, die nicht von den Krankenkassen getragen werden
  • Die Mitarbeiter einer Klinik erwerben Anteile ihrer Klinik